Der April: Ein Monat voller positiver und negativer Neuigkeiten

Die Folgen der weltweiten Finanzkrise sind spätestens jetzt in der Realwirtschaft angekommen. Zahlreiche Anbieter bieten auf den Tagesgeldkonten deutlich weniger Zinsen. Begründet wurden diese Zinssenkungen oftmals mit der aktuell schlechten wirtschaftlichen Lage sowie den drastischen Zinssenkungen bei der EZB. Was hat sich im Monat April geändert? Detaillierte Informationen und Änderungen des jetzigen Monats auf einen Blick.

Der Monat April war zumeist von negativen Neuigkeiten geprägt. Viele Banken reagierten auf die erneute Zinssenkung der EZB mit weiteren Zinssenkungen. So gibt es aktuell bei der Credit Europe Bank nur noch 3,8% statt vorher 4,5% pro Jahr Zinsen auf sein Guthaben beim Tagesgeldkonto. Auch andere Banken überraschen nicht: Die Norisbank zum Beispiel gewährt seinen Anlegern nur noch 2,6%. Erst vor einigen Tagen gab die Netbank bekannt, dass es zukünftig nur noch 2,75% Zinsen geben wird. Noch vor Kurzem gab es 3,80%. Leider gibt es auch negative Neuigkeiten aus dem Hause der Bank of Scotland. Auch hier wurde der Zinssatz auf Tagesgeld  bemerkbar gesenkt. Es wird nämlich nur noch ein Zinssatz von 3,80% gewährt, vorher waren es fast unschlagbare 4,50%.

Die wahrscheinlich einzig gute Nachricht in diesem Monat konnte uns Comdirect liefern. Als einzige uns bekannte Bank wurde hier der Zinssatz auf 4,00% erhöht. Für die momentane Situation in der Wirtschaft ist dieser Zinssatz beinahe unschlagbar.

Aufgrund der sehr vielen Änderungen werden viele nun absolut den Überblick verloren haben. Wir haben uns umgesehen und geschaut, wer nach diesem Chaos von Änderungen als Zinssieger hervorgeht und demzufolge zu empfehlen ist.  

Wir beginnen mit Platz 4. Auf diesen Platz hat es die Citibank mit ihrem Tagesgeldangebot geschafft. Zurzeit wird ein akzeptabler Zinssatz von 3,25% gewährt. Vor allem wegen des unschlagbar guten Services ist die Citibank bei etlichen Kunden sehr beliebt. Auf Platz 3 finden wir das Angebot der 1822 direkt. Diese bietet einen guten Zinssatz von 3,50% pro Jahr. Platz 2 wird gleich von zwei verschiedenen Angeboten belegt. Einmal das Angebot der Bank of Scotland und einmal die Credit Europe Bank. Beide bieten den gleich hohen Zinssatz von 3,80% pro Jahr an.  Die Tabellenführung übernehmen ebenfalls zwei Banken. Sowohl die Comdirect als auch die ING-DiBa bieten zurzeit einen Top-Zins von 4,00% pro Jahr. Das Tagesgeldangebot der ING-DiBa ist allerdings bis zum Ende des Monats befristet. Danach kann der Zinssatz wieder seitens der Bank nach Belieben korrigiert werden.

Natürlich wäre es erfreulich, wenn man im kommenden Monat eine etwas positivere Zinsentwicklung feststellen könnte. Da wenigstens die Comdirect den Zinssatz erhöht hat, besteht immer noch die Chance, dass andere Anbieter nachziehen.

Autor: Christian Finkenbrink

Änderung beim Festgeld der ING-DiBa

Wie die ING-DiBa vor wenigen Tagen bekannt gab, wird es einige Änderung beim Festgeld hinsichtlich dem Anlagezeitraum und den Zinsen geben. Vor allem wegen den sehr attraktiven Konditionen beim Festgeld ist diese Bank bei zahlreichen Kunden besonders beliebt.

Die Änderungen sind etwas unerklärlich, denn mit steigenden Anlagezeitraum steigt der Zinssatz eigentlich. Anders jedoch nun bei der ING-DiBa. Hier erhält man umso länger man das Geld anlegt einen dementsprechend niedrigeren Zinssatz. Ob sich der Anbieter bei dieser Zinspolitik etwas gedacht hat? Nun zu den tatsächlichen Änderungen: Voraussetzung, um die unten aufgeführten Zinsen zu erhalten, ist ein Mindestanlagebetrag von 10.000 Euro. Wem dieser Betrag nicht frei zur Verfügung steht sollte seine Ersparnisse lieber auf einem Tagesgeldkonto lagern. Auch hier bietet die ING-DiBa einen Top-Zins.

Folgende Zinsstaffelung:

· 3 Monate Anlagezeitraum – 2,25% p.a.

· 6 Monate Anlagezeitraum – 2,00% p.a.

· 12 Monate Anlagezeitraum – 1,50% p.a.

Wir haben uns in Anbetracht dieser Änderungen einmal Gedanken gemacht, wieso die ING-DiBa solch eine Zinsstaffelung anbietet. Ein Grund könnte die andauernde Finanzmarktkrise sein. Die Bank will das Risiko verständlicherweise so klein wie möglich halten. Beim Festgeld wird – anders wie beim Tagesgeld – ein bestimmter Zinssatz über die gesamte Laufzeit garantiert. Verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation noch mehr, würden noch weniger Zinsen gezahlt werden können. Um das Risiko für die Bank zu minimieren bietet diese nur einen sehr geringen Zinssatz. Bei einem Anlagezeitraum von drei Monaten wird ein höherer Zinssatz gewährt, da der Zeitraum in absehbarer Zukunft liegt. Die Bank kann also besser kalkulieren. Diese Erklärung ist eine Überlegung von uns und wurde von der Bank nicht so geschildert.

Autor: Christian Finkenbrink

ING-DiBa senkt Festgeld Zinsen

Die ING-DiBa senkt ab morgen die Zinsen aufs Festgeld auf dann nur noch 2,50% p.a. für Geldanlagen zwischen 5.000 Euro und 100.000 Euro. Bisher gab es bei der ING-DiBa drei verschiedene Klassen, Anlagen ab 5.000 Euro, ab 25.000 Euro und ab 50.000 Euro, für die unterschiedliche Zinssätze geboten wurden. Dies scheint es ab dem 03. Februar nicht mehr zugeben. Einzig geblieben sind die beiden möglichen Laufzeiten von sechs bzw. zwölf Monaten, aber auch hier wird in der Höhe der Festgeldzinsen kein Unterschied mehr gemacht, bei beiden Laufzeiten erhalten die Anleger 2,50% Zinsen p.a.

Bereits mit den alten Konditionen mit Zinssätzen zwischen 3,00% und 3,30% p.a. lag das Festgeldkonto der ING-DiBa im Vergleich eher im unteren Bereich, was sich nun natürlich nicht verbessert hat.

Nichts desto trotz gibt es viele Banken die derzeit noch geringere Zinsen auf Festgeldanlagen bieten, was bei einem EZB Leitzins von 2,00% und Vorzeichen für weitere Zinssenkungen seitens der Notenbanker allerdings auch nicht verwundert. Die Zeiten in denen deutsche Banken sogar deutlich mehr als fünf Prozent Zinsen bei ein- bis zweijährigen Festgeldern zahlten scheinen jedenfalls vorbei zu sein, nun muss man sich wohl mit Zinsen in dieser Höhe zufrieden geben und sich zweieinhalb Prozent sichern, bevor die Zinsen noch weiter absinken.

Zum Festgeld Angebot der ING-DiBa